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"Wir müssen die Kontrolle über das Virus nach dem Lockdown behalten, sonst hat das Virus weiter die Kontrolle über uns." (© P.R.W)
Behörden und Regierung haben leichtfertig das Vertrauen der Bevölkerung verspielt. Halbherzige, unklare und vor unverständliche Maßnahmen führen zu Disziplinlosigkeit und Ignoranz. Die neuen "scharfen Maßnahmen" werden wohl von der Bevölkerung nicht mehr gebührend ernstgenommen werden.
Statt redundante Ankündigungs-Auftritte des "Corona-Quartetts" zu inszenieren, wäre transparente Information über getroffene (erfolgreiche) und verordnete Maßnahmen ein geeigneteres Mittel, um das Vertrauen der Bevölkerung zurückzugewinnen und höhere Akzeptanz zu erreichen.
"Nicht immer ist alles gut gelaufen", räumte Anschober am 2020-06-06 ein. Wichtig sei aber, "dass man dazu bereit ist, ehrlich zu kommunizieren, dass Fehler passiert sind, und daraus zu lernen"
Warum haben die Regierung und er nur wenig bis nichts aus den Fehlern gelernt?
Wichtig und richtig wäre, den durchaus sinnhaft erscheinenden Forderungen von Pamela Rendi Wagner zu folgen, selbst wenn diese unter dem Bannfluch "not invented here" liegen!
Die Oppositon, i. B. PRM, mit "ins Boot zu holen", statt redundante Auftritte des "Corona-Quartetts" zu inszenieren, wäre ein wirklich staatstragender Schritt, um gemeinsam wirksame Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung zu setzen.
Mit Ankündigungen von Ankündigungen über Maßnahmen, die nächsten Dienstag oder Mittwoch oder aber irgendwann in Kraft treten sollen, verspielt die Bundesregierung einmal mehr das Vertrauen der Bevölkerung
Das Krisenmanagement unter dem Motto "Denn sie wissen nicht, was sie tun" (sollen), mit Verordnungen und Verboten deren Sinnhaftigkeit sich dem Bürger nicht erschließt, führt zu weiterer Disziplinlosigkeit und öffnet dem Coronavirus Tür und Tor.
Bereits Mitte Oktober konnten die Gesundheitsbehörden nur mehr 50% der Kontakte nachverfolgen. Und nun sind die Landesbehörden offenbar nicht mehr in der Lage valide Zahlen über das Infektionsgeschehen zu liefern. Die total zersplitterte Berichterstattung über Belegung der Intensivbetten funktioniert nicht.