„Akademics“ zur Wissensvermittlung

Nicht erst seit Corona: Fakten und Sachlichkeit zählen nichts mehr.
Die Regierung und die Wissenschaft wollen der Wissenschaftsfeindlichkeit und Fakten-befreiten öffentlichen Debatte entgegenwirken.

Ausgerechnet die “Regierung”, die – wie auch ihre Vorgänger – in der Bildungspolitik völlig versagt hat, will nun der Wissenschafts- und Demokratiefeindlichkeit entgegenwirken.

Bildungsdesaster

Vom Kindergarten bis zu den “hohen” Schulen hat man die Begriffe Leistung, Disziplin, Respekt und viele andere “konservative” Tugenden rigoros aus der (Aus-)Bildungspolitik entfernt. Zugunsten von Anpassung, Kritiklosigkeit und sogenanntem “Praxiswissen” – wohl um leichter manipulierbares Wahlvolk zu erziehen.
Eine bösartige Unterstellung? Eher nicht, geht es doch um Machterhalt und gesicherte Plätze an den Futtertrögen des Staates.

Gegen eine “fakten-befreite (öffentliche) Debatte” will man wirken?

  • Wie denn, wenn man die von wissenschaftlichen Fakten befreite Gesundheitspolitik in Pandemiezeiten betrachtet.
  • Wie denn, wenn eine populistische Gießkannenverteilung von Unterstützungen statt faktenbasierter Notwendigkeiten bei wirklich Bedürftigen bevorzugt wird?
  • Wie denn, wenn Vorteilsnahme und Korruption – in allen politischen Lagern – statt mit Fakten unterlegt und geahndet, nur zur politischen Schlammschlacht benutzt wird?

Dass daraus Politikverdrossenheit, Vertrauensmangel in die Politik und Demokratieskepsis entstehen, darf wohl niemanden wundern!

Der Bock zum Gärtner?

Nein, eher: “Wer nicht mehr weiter weiß, der gründet einen Arbeitskreis” oder delegiert seinen Job an das IHS, das mit einer “Studie” Licht in sein Dunkel bringen soll.

Wissenschaftsminister Martin Polaschek will gegensteuern.
Der ehemalige Rektor der Uni Graz weiß um die Schwierigkeiten Bescheid, Forschung gut zu kommunizieren.
Er hat das IHS beauftragt, sich das Thema anzusehen (?).
„Wir wollen eine evidenzbasierte Studie zu diesem Thema, die aufzeigt, welche Ursachen die doch vergleichsweise ausgeprägte Wissenschafts- und Demokratieskepsis in Österreich hat“, sagt er zum KURIER.
Zudem sollen historische Hintergründe sowie „systemische und strukturelle Faktoren“ in diesem Zusammenhang genauer untersucht werden.

Das wird wohl dauern und ob es wirklich der “Bringer” wird, darf getrost bezweifelt werden 😉

Der gute Alte macht es besser

In seiner Amtszeit hat Heinz Faßmann nicht alles exzellent, aber vieles gut gemacht und sehr oft klare Worte gefunden, wie auch hier:

„Die großen Herausforderungen der Zeit – wie die Klimakrise, der demografische Wandel oder die Pandemie – werden wir nur durch den technologischen Fortschritt bewältigen, nicht durch Verbote, Verzicht oder verordnete Moral.
Aber der technologische Fortschritt basiert immer auf Wissenschaft, auf Grundlagenforschung und Anwendungsforschung.
Wer ihn haben möchte, der muss die Wissenschaft fördern und die Wissenschaftsfeindlichkeit abbauen“, sagt Faßmann zum KURIER.
Weshalb die ÖAW etwa Forscher in Schulen schickt, wo sie im Rahmen der „Akademie im Klassenzimmer“ referieren.
Die ÖAW fertigt mit „Akademics“ sogar eigene Comic-Bücher an, um Sachverhalte zu erklären.

Faßmann und die Österreichische Akademie der Wissenschaft TUN etwas und das ist lobenswert, wenngleich es manchem verdächtig erscheinen mag, wenn in Österreich jemand etwas TUT.
Möge die Übung (weiterhin) gelingen!

Medienspiegel:

2022-05-17 Schon 13 Morde heuer: Alarmzeichen erkennen, um Gewalttaten vorzubeugen Kurier – Josef Kleinrath, Michael Chudik

P.S.: In Anti-Wissenschaft? Wider die Schwurbler! schreibt Bernhard Gaul:
Aufklärung und Wissensvermittlung müssen auch bei uns Priorität haben. Das gilt auch für den Journalismus, der besser die komplexen Inhalte unserer komplizierten Welt vermitteln muss, wenn wir nicht in ein Land der faktenfreien Schwurbler abdriften wollen.
Allerdings driftet er selbst im Artikel “Nicht erst seit Corona: Fakten und Sachlichkeit zählen nichts mehr” ab und stellt Alpenverein und Naturfreunde als Zeugen der damaligen Bewegung des alten Querdenkers Karl Wilhelm Diefenbach dar, wiewohl jene “nur” ein Leben im Einklang mit der Natur anstreben

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