Einzige Alternative Elekromobilität? Zumindest nach Meinung der Autolobby!

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Die einzige Alternative: Elektromobilität Stoßrichtung. Die
Bosse der Autoindustrie sind sich einig

Die einzige Alternative: Elektromobilität
Stoßrichtung. Die Bosse der Autoindustrie sind sich einig.
Akio Toyoda war lange Zeit kritisch. Mittlerweile hat auch er, der CEO des nach Umsatz zweitgrößten Autokonzerns, eingelenkt und schwimmt – zumindest teilweise – mit dem Strom. Auch wenn seine Strategie weiterhin Hybridfahrzeuge in den Fokus stellt und er die Brennstoffzelle noch nicht ad acta gelegt hat, scheint E-Mobilität auch bei Toyota eine immer größere Rolle zu spielen. Toyoda ist spät dran, denn die anderen Bosse der Automobilkonzerne haben längst verlautbart: Es gibt keine Alternative zur Elektromobilität (siehe Zitate). Rein ihrer grünen Überzeugung geschuldet ist der Umstieg nicht, das Pariser Klimaschutzabkommen lässt keine andere Wahl.
Die Kunden in den Märkten Europa, Nordamerika und in Teilen Asiens folgen langsam aber beständig. In Österreich ist die Situation wie folgt: von Jänner bis August 2021 wurden 20.537 Elektro-Pkw neu zugelassen. Das sind 11,9 Prozent aller Neuzulassungen. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2020 wurden 15.972 Elektroautos neu zugelassen. Mit Ende August 2021 sind somit 64.415 rein elektrisch betriebene Pkw in Österreich unterwegs.

2IMobilitätKURIER.atSonntag,3.Oktober 2021Wie hoch sind die Strafen fürs Rasen?Werdie Geschwin-digkeitslimits massiv überschreitet,mussseit 1. Septem-ber mit einem längeren Führerscheinentzugrechnen.Drohtebisherbei Übertr etung um 41 bis 60 km/h imOrtsgebietein FührerscheinentzugvonzweiWochen, soistesj etzt ei nMonat.Wiederhol tsichdas Vergehen,dro-hen drei Monate. Mit jederweiterenÜberschreitungsind es weiter edreibis sechs Monate.“Der VermerkimFührersche inregister läufterstnachvier Jahren ab.EineFrageder MobilitätDas E-Auto bekommt denNamen SpectreWERKREUTERS/RALPH ORLOWSKIREUTERS/CHRISTIAN HARTMANNREUTERS/WOLFGANG RATTAYOla Källenius, CEO Daimler AG (im Interview mit S. Baierl)„Alle unsere Modellegehen in dieElektrifizierung, bishinauf zur S-KlasseundG-Klasse.Wirsehendas batterieelektrischeFahrzeugganz klar als die Hauptstraße fürPkw.Esskaliert am schnellsten, hat die bestenKostenstrukturen, hat auchdie schnellsteInfrastruktur–die aber nochdeutlichausgebautwerden muss. Das batterieelektrischeFahrzeug setztsichbei Pkwdurch.“CarlosTavares, CEO Stellantis (Rede Stellantis EV Day 2021)„Unsere Elektrifizierungsreise istmöglicherweise derwichtigsteGrundstein, den wir legen müssen, um–nursechs Monate nachder Entstehung desUnternehmens–mit der Enthüllungder ZukunftvonStellantis zubeginnen. Heutebefindetsichdas gesamteUnternehmenimvollenUmsetzungsmodus, um die Erwartungen allerKunden zu übertreffen. So beschleunigen wirunsereRolle beider Neudefinitionder ArtundWeise,wie sichdie Welt fortbewegt.“Herbert Diess, CEO Volkswagen AG (im Interview mit Gabor Steingart)„Es wirdkeineAlternativezum Elektrofahrzeug die nächstenfünfoderzehn Jahre geben. Das isttechnischextrem unwahrscheinlich. DasElektrofahrzeugfunktioniert.Wirhabenjetzt 20 ProzentvonKunden,diekommennicht mehrzurück vomElektrofahrzeug. (…)Wirwollen,dassdie LeuteauchinZukunftweiterAuto fahrenkönnen.Undwennwir dasklimaneutral machenwollen, gibt es nur den Elek

Herbert Diess, CEO Volkswagen AG (im Interview mit Gabor Steingart)

„Es wird keine Alternative zum Elektrofahrzeug die nächsten fünf
oder zehn Jahre geben. Das ist technisch extrem unwahrscheinlich. Das
Elektrofahrzeug funktioniert. Wir haben jetzt 20 Prozent von Kunden,
die kommen nicht mehr zurück vom Elektrofahrzeug. (…) Wir wollen,
dass die Leute auch in Zukunft weiter Auto fahren können. Und wenn
wir das klimaneutral machen wollen, gibt es nur den Elektromotor.“

Ola Källenius, CEO Daimler AG (im Interview mit S. Baierl)
„Alle unsere Modelle gehen in die
Elektrifizierung, bis hinauf zur S-Klasse und
G-Klasse. Wir sehen das batterieelektrische
Fahrzeug ganz klar als die Hauptstraße für
Pkw. Es skaliert am schnellsten, hat die besten
Kostenstrukturen, hat auch die schnellste
Infrastruktur – die aber noch deutlich
ausgebaut werden muss. Das batterieelektrische
Fahrzeug setzt sich bei Pkw durch.“

Carlos Tavares, CEO Stellantis (Rede Stellantis EV Day 2021)
„Unsere Elektrifizierungsreise ist möglicherweise der
wichtigste Grundstein, den wir legen müssen, um – nur
sechs Monate nach der Entstehung des Unternehmens
– mit der Enthüllung der Zukunft von Stellantis zu
beginnen. Heute befindet sich das gesamte Unternehmen
im vollen Umsetzungsmodus, um die Erwartungen aller
Kunden zu übertreffen. So beschleunigen wir unsere
Rolle bei der Neudefinition der Art und Weise,
wie sich die Welt fortbewegt.“

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Medienspiegel:

2021-10-03 Die zwei Corona-Fehler der Regierung und der Mangel an EigenverantwortungSandra Baierl – Motorkurier öffnen

Kein Spielraum mehr

Wer glaubt, dass es bei der Zukunft der (privaten) Mobilität noch einen Spielraum gibt, irrt. Der Zug (sic!) fährt in Richtung Elektromobilität und es wird keine Abzweigungen mehr geben.
Was vor zwei, drei Jahren noch mit einem Fragezeichen versehen war – was sind die Antriebe der Zukunft? –, ist jetzt klar entschieden: die Autos werden mit Strom fahren, sie werden nicht wasserstoffgetrieben und nicht mit fossilem Sauberbenzin fahren (so was gibt’s nicht), auch synthetische Kraftstoffe werden sich kaum durchsetzen. Wer den Herren Herbert Diess (VW-Boss) oder Ola Källenius (Mercedes-Boss) zuhört, wird bestätigt: „Wir haben uns ganz klar für Elektromobilität entschieden“, sagt Diess. „Wir sehen das batterieelektrische Fahrzeug ganz klar als die Hauptstraße für Pkw“, so sein Kollege Källenius. Sogar Konzerne, die bisher nicht zu den Vorreitern der Elektromobilität gehörten (Toyota und Hyundai) ziehen mit großen Investitionen in diese Richtung nach. Und sie alle tun das lieber schneller als langsam. Bis zum Ende des Jahrzehnts will Mercedes voll elektrisch sein, schon 2025 gibt es bei Audi das letzte Verbrennermodell, Volvo und Mini sind 2030 voll elektrisch – und alle anderen Konzerne machen es ähnlich.
Da gibt es von den Herstellern viel mehr Dringlichkeit, als dem gemeinen Autofahrer bewusst ist. Der Grund ist klar: die Industrie muss handeln, weil die Vorgaben der EU sie dazu zwingen – mit dem Verbot des Verkaufs von Benzin- und Dieselautos ab 2035; mit strengeren Umweltauflagen und hohen Strafzahlungen für CO2-Ausstoß. All das vor dem Hintergrund, dass wir Klima und Umwelt für die nächsten Generationen retten wollen. Es hier keinen Spielraum mehr gibt.
Das geht doch alles nicht? Es wird gehen, weil es gehen muss. Infrastruktur schaffen, Strom (noch) grüner erzeugen, Autos und Akkus besser und effizienter machen. Das kann man schaffen in den nächsten 15 bis 20 Jahren. Dann wird man auf die Straße treten und es wird elektroautoleise sein. Und sauber. Mit guter Luft und völlig abgasfrei. Eine schöne Vorstellung, finden Sie nicht?

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