Ein Glückstag für die Welt: Weltweiter Ausfall bei Facebook-Konzern

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Während FB, Insta und WhatsApp down waren:
- entgingen Zuckerberg 500 Mio Euro Umsatz
- wurden 2,4 Millionen weniger Speisen in Restaurants fotografiert
- brachen Geburtstagsglückwünsche um 70 Prozent ein
- ließen sich um 20 Prozent mehr Menschen impfen als sonst

(blauer elefant auf twitter)

Unnatürliche Ruhe macht sich breit, Influenzer verzweifeln und eine Reihe von Menschen tun Dinge, die sie längst vergessen zu haben scheinen – wunderbar!
Natürlich macht sich auch ein wenig Häme in der Twittria breit, wenn hetzbook, finstagramm und QuatschApp offline sind 🙂

  • Eltern-WhatsApp-Gruppe down! Was für eine himmlische Ruhe!
  • Sorry, wusste nicht, wie ich die Eltern-WhatsApp-Gruppe anders los geworden wäre….
  • Es hat sich in Dubai ein Salzsee durch heulende Influencer gebildet.
  • Grad das erste Mal seit 2010 über SMS kommuniziert
  • Instagram, Facebook und WhatsApp down… Na toll!!! 😤 Wegen euch muss ich jetzt ein Buch lesen!!! 😤
  • Rettungsschirm für Influencer JETZT

Besonder pikant:
Bei Facebook selbst seien neben der internen Kommunikationsplattform zum Teil auch digitale Türschlösser ausgefallen.
Bei einem deratigen Elektronik-Ausfall freut man sich doch auf autonomes Autofahren 😉

P.S.:  Interessant auch wir sich die Kurier Redaktionen dem Theme nähern.
Papier (auch e-paper) berichten deutlich ausführlicher als die online-Redaktion.
Zuviel Personal oder zu wenig Abstimmung? 

Weltweiter Ausfall bei Facebook-Konzern

Offline. Weder Whatsapp, Instagram noch Facebook waren am Montagabend erreichbar, der Grund dafür war zunächst nicht bekannt, naheliegend schien eine sogenannte „DNS“-Störung. Die Aktie fiel um sechs Prozent
Bei einem ungewöhnlich großen Ausfall sind am Montag gleich mehrere Dienste des Facebook-Konzerns mit Milliarden von Usern auf breiter Front vom Netz gegangen – dies dauerte bis zu Redaktionsschluss an. Neben der eigentlichen Facebook-Plattform waren auch der Chatdienst WhatsApp und die Foto-App Instagram für viele Nutzer nicht zu erreichen, wie Störungsmeldungen auf Internetseiten wie „Downdetector“ zeigten. Die Facebook-Aktie verlor zwischenzeitlich sechs Prozent – das entspricht etwa sieben Milliarden Dollar.
Die Ursachen für die Probleme waren zunächst nicht bekannt. Für einige Web-Experten sah es nach einem Problem mit dem DNS-Service aus. Dieser Dienst sorgt unter anderem dafür, dass mit Buchstaben eingetippte Website-Namen in die IP-Adressen übersetzt werden, damit diese angesteuert werden können.
DNS-ProblemeLaut einigen Experten verschwanden die DNS-Einträge der Facebook-Dienste aus dem Service, der den Datenverkehr steuert – damit waren sie sozusagen unsichtbar für die Netzinfrastruktur. Anders gesagt habe Facebook die Karte entfernt, dank der die Computer weltweit die Dienste des Konzerns finden, schrieb der IT-Sicherheitsexperte Brian Krebs. „Wenn jemand die Adresse Facebook.com in seinen Webbrowser eintippt, hat der Browser keine Ahnung, wo man Facebook.com findet und gibt eine Fehlermeldung aus.“
Schlimmer noch: Der Technik-Chef des Cloud-Dienstleisters Cloudflare, John Graham-Cumming, verwies darauf, dass Nutzer und auch Software weiterhin versuchten, Facebook-Dienste anzusteuern. Das sorge für einen massiven Anstieg der Auslastung anderer DNS-Dienste. Zwei namentlich nicht genannte IT-Sicherheitsexperten von Facebook sagten der New York Times, eine Cyberattacke als Auslöser der Probleme erscheine unwahrscheinlich. Denn die Technologie hinter den einzelnen Apps des Konzerns sei zu unterschiedlich, um sie mit einer Cyberattacke alle gleichzeitig offline zu bringen.
Der Konzern soll laut der Zeitung zu ungewöhnlichen Maßnahmen greifen, um den stundenlangen Ausfall seiner Dienste zu beheben. Ein kleines Mitarbeiter-Team sei in ein Rechenzentrum im kalifornischen Santa Clara losgeschickt worden, um einen „manuellen Reset“ der Server zu versuchen. Bei Facebook selbst seien neben der internen Kommunikationsplattform zum Teil auch digitale Türschlösser ausgefallen.

Medienspiegel:

2021-10-05 Ex-Mitarbeiterin: “Facebook reißt unsere Gesellschaften auseinander” – Dirk Hautkapp – Kurier  

Frances Haugen, Ex-Mitarbeiterin des Milliarden-Konzerns, erhebt schwere Vorwürfe: Gewinnmaximierung gehe über alles.

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