Cancel Culture٭

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Der aus den USA herübergeschwappte Begriff (interessanterweise gibt es in der englischsprachigen Wikipedia keinen eigenen Eintrag dazu, in der deutschen aber schon) beschreibt die Tendenz, gesellschaftlich Inakzeptables samt seinen Vertretern aus der Öffentlichkeit zu drängen, mithin löschen zu wollen.
Normalerweise geht das mit auf Social Media, und hier vor allem dem Kurznachrichtendienst Twitter, massenhaft geposteten Vorwürfen einher, die zu boykottierende Person habe sich diskriminierend geäußert oder so gehandelt.
Aber auch Bücher, Statuen oder Straßennamen kann es treffen.
Diagnosen einer Cancel Culture gehen häufig mit einer Kritik an der politischen Linken einher, der Intoleranz für Meinungen jenseits eines suggerierten linken Mainstreams vorgeworfen wird.

Cancel Culture wird somit als Gefahr für demokratische Grundrechte wie Meinungsfreiheit sowie Freiheit von Kunst und Wissenschaft gewertet und mitunter sogar mit Zensur in Verbindung gebracht.

Das Netzwerk Wissenschaftsfreiheit ist ein 2020 gegründeter Zusammenschluss von überwiegend an deutschen Hochschulen forschenden und lehrenden Wissenschaftlern, die sich zum Ziel gesetzt haben, die im Grundgesetz verankerte Wissenschaftsfreiheit gegen ihrer Ansicht nach ideologisch motivierte Einschränkungen zu verteidigen. Dem Netzwerk gehören promovierte Forscher aller Fachrichtungen an, die wissenschaftlich tätig sind.